Newsletter sind eine kostengünstige Variante, um die gewünschte Kunden-Zielgruppe eines Unternehmens zu erreichen. Der Newsletter kann Kunden gezielt über das Unternehmen informieren und sie somit weiter an das Unternehmen binden. Als Werbemaßnahme genutzt, können Newsletter den Verkauf von Produkten steigern. Die Auswertung der Newsletter durch Öffnungs- und Klickraten verrät, welche Themen den Leser interessieren. Somit kann ermittelt werden, was am Auftritt des Unternehmens und den Produkten verbessert werden kann.
Vorteile von E-Mail-Marketing
Newsletter sind preiswerter und zeitsparender als Werbemaßnahmen per Post. Sie können problemlos weitergeleitet werden und somit das Unternehmen und die Produkte bekannter machen. Darüber hinaus kann die Newsletter-E-Mail nach den individuellen Interessen des Empfängers gestaltet werden, und wird daher öfters gelesen.
Ein weiterer Grund, der für den Newsletter spricht, ist der „Return of Investment“ (ROI). Er gibt an, welche Rendite ein Unternehmen mit dem eingesetzten Kapital erwirtschaftet hat. Bei diesen Berechnungen kam heraus, dass jeder US-Dollar, der in E-Mail-Marketing investiert wird, 57 US-Dollar mehr Umsatz bringt. Andere Marketing-Instrumente liegen durchschnittlich bei nur 22 US-Dollar. Etwa eine Milliarde Euro Umsatz jährlich werden durch Klicks auf Links in einem Newsletter erzielt.
E-Mail-Marketing-Experte Torsten Schwarz schreibt in seinem Buch „Praxistipps E-Mail Marketing 2.0“: Etwa 80 Prozent der befragten amerikanischen Unternehmen gaben an, dass die E-Mail das leistungsstärkste Marketing-Instrument ist.
Text-Newsletter oder HTML-Version?
Es gibt zwei Arten von Newslettern: Plain-Text-Newsletter und HTML-Versionen. Ersterer enthält nur Text, es gibt keine Bilder und Graphiken, wie zum Beispiel Firmenlogos. Ein Vorteil ist, dass dieser Newsletter von allen E-Mail-Clients (z.B. Microsoft Outlook, Lotus Notes etc.) korrekt angezeigt wird. Der große Nachteil ist jedoch, dass weder Hyperlinks eingebaut werden können, noch die Resonanz mit der Öffnungs- und Klickrate gemessen werden kann.
Bei einem HTML-Newsletter können die oben genannten Funktionen eingefügt werden. Ein Nachteil ist allerdings, dass nicht alle E-Mail-Clients den Newsletter korrekt darstellen. Um dieses zu vermeiden, sind folgende Tipps hilfreich:
- Fügen Sie immer oben im Newsletter einen Hinweis wie diesen ein: “Sollte diese E-Mail nicht einwandfrei zu lesen sein, klicken Sie bitte hier”
- Weisen Sie darauf hin, wie man zur Plain-Text-Variante Ihres Newsletters gelangt
- Überschreiten Sie nicht die Breite von 550 Pixel und die Gesamtgröße von 70 Kilobyte
- Seien Sie sparsam beim Einsatz von Bildern und Graphiken
Generell sollte immer eine Plain-Text- und eine HTML-Variante angeboten werden, da Leser verschiedene Newsletter-Varianten bevorzugen. Eine Studie von Newsmarketing hat jetzt jedoch herausgefunden, dass HTML-Mails mit Graphiken generell besser abschneiden als Plain-Texte. Dabei schnitt die Mail mit einem Grafikbanner in der Größe 500 x 500 Pixel am Besten ab. Das Ergebnis zeigt auch, dass die Empfänger (hier: Endverbraucher) Wert auf eine personalisierte Mail legen. Zudem kommt es darauf an, wann der Newsletter versendet wird. So werden Werbemails, die am Wochenende ankommen, häufiger gelesen als während der Arbeitszeiten unter der Woche.
Neue Newsletter-Kunden und Anmeldung
Der erfolgreichste Weg des E-Mail-Marketings ist das Permission Marketing. Dabei gibt der Mail-Empfänger dem Versender die Erlaubnis, Werbemails zu schicken. Mail-Adressen einzukaufen lohnt sich aus dem Grund nicht, da diese vom Empfänger nicht geöffnet werden und somit nicht effektiv sind. Zudem können Sie im Streitfall mit Permission-Marketing nachweisen, dass Sie die Erlaubnis haben, Werbemails an den Empfänger zu schicken.
Als Newsletter-Anmeldung ist das „Double-Opt-In-Verfahren“ das einzig legale: Der Interessent meldet sich auf der Website Ihres Unternehmens an. Danach erhält er eine Nachricht, in der er die Registrierung bestätigen muss. Bei dieser Methode können Sie nachweisen, wann und mit welcher E-Mail-Adresse der Newsletter bestellt und der zugesandte Bestätigungslink aktiviert wurde. So sind Sie juristisch auf der sicheren Seite.
Es ist ratsam, bei der Anmeldung nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld zu generieren. Denn nach deutschem Recht darf ein Newsletter anonym abonniert werden. Weiterhin muss darauf hingewiesen werden, wie die Daten des Interessenten verwendet werden (Datenschutzerklärung): Die E-Mail-Adresse muss somit vertraulich behandelt und darf nicht an Dritte weitergegeben werden.
Interessenten sollte schon bei der Anmeldung mitgeteilt werden, wie häufig der Newsletter versendet wird und was er beinhaltet. Der Newsletter sollte nicht zu oft versendet werden, da er dem Empfänger sonst lästig wird. Wöchentliche oder sogar tägliche Newsletter sollten Sie nur verschicken, wenn Ihr Kunde daraus einen echten Mehrwert ziehen kann und die News aktuell sind. Ein Beispiel sind Nachrichtenportale, die den Leser auf dem neuesten Stand halten. Generell sollte der Newsletter auch nicht zu selten verschickt werden, damit der Empfänger nicht vergisst, dass er diesen abonniert hat.
Wichtig: Absender, Betreffzeile und Impressum
Der Absender sollte direkt erkennbar sein: statt info@IhrUnternehmen nehmen Sie besser „Ihr Unternehmen – Newsletter“. Der Absender sollte auch nicht verändert werden, da er in den Adressbüchern der Empfänger gespeichert ist. Bei einer Modifizierung könnte der Newsletter in den Spam-Ordner wandern.
Die Betreffzeile sollte den Inhalt des Newsletters klar widerspiegeln. Sie sollte nicht zu lang sein, da sie bei vielen Mail-Programmen begrenzt ist. Zur Überprüfung empfiehlt sich die Toolbox von Emarsys. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass das Wichtigste vorne in der Betreffzeile steht. Sie sollte dem Leser direkt vermitteln, worum es in dem Newsletter geht. Also nicht „Ab nächster Woche gibt es im Markt XY Sonderrabatte“, sondern „Sonderabatte auf Kinderbekleidung im Markt XY“ (sehen Sie hierzu auch den Beitrag von Sven Krups in Torsten Schwarz’ „Praxistipps E-Mail-Marketing 2.0“) Hat eine Mail mehrere Artikel, sollte der Inhalt des ersten in der Betreffzeile wiedergegeben werden.
Pflicht im Newsletter ist das Impressum mit Name, Anschrift und Kontaktdaten des Unternehmens sowie der Handelsregister- und die Umsatzsteueridentifikationsnummer. Lediglich ein Link auf die Unternehmens-Website ist nicht gesetzeskonform.
Um einen erfolgreichen Newsletter zu versenden, kann folgende Checkliste zur Überprüfung genutzt werden.
Der richtige Inhalt
Der Inhalt des Newsletters ist das Wichtigste. Nur wenn dieser stimmt, wird der Kunde die Mail lesen und der Marketing-Aufwand hat sich gelohnt. Wenn Sie mit dem Newsletter Ihre Kunden binden wollen, sollten Sie nicht zuviel Eigenwerbung machen. Wertvolle Tipps und Informationen für den Leser sind wichtiger. Auch Firmeninternes kann für die Kundschaft interessant sein. Wenn Sie jedoch wöchentliche Produktangebote im Newsletter versenden wollen, sollten Sie die Angebote attraktiv gestalten und von weiteren Texten absehen. Diese lenken nur von den Produkten ab.
Wichtig ist ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, bei dem der Leser direkt über Links zu den Produkten und für ihn relevanten Themen gelangt. Die Texte sollten deutlich und onlinegerecht sein. Das heißt keine Schachtelsätze, sowie kurze Texte. Dabei sollten Sie auf Ihre Website verweisen, auf der der Leser mehr Informationen zu den Themen erhalten kann. Verlinken Sie aber auf die entsprechende Unterseite und nicht auf die Startseite, damit der Leser nicht nach den Informationen suchen muss.
Zum Weiterlesen zu diesem Thema empfiehlt sich:
„Praxistipps E-Mail-Marketing 2.0“ von Torsten Schwarz (erscheint im Herbst 2009)
“Online Relations. Leitfaden für moderne PR im Netz” von Dominik Ruisinger.
Gastautorin: Tamara Heck, Mitarbeiterin der Euroweb Internet GmbH

Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 10:31
Ratgeber: E-Mail-Marketing gezielt und effektiv nutzen…
Ihr wollte demnächst neben SEO auch E-Mail-Marketing betreiben? Hier findet ihr alle wichtig Informationen auf den Punkt gebracht!…
Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 13:29
Moin! Sehr schöner und informativer Artikel! Werde hier jetzt öfter vorbeischauen
Ich bin gerade dabei mir einen Onlineshop einzurichten und natürlich sollen dazu auch News per Email versendet werden.
Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 13:51
Klasse Bericht – Danke!!
Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 14:08
“Als Newsletter-Anmeldung ist das „Double-Opt-In-Verfahren“ das einzig legale”
Dem muss ich widersprechen, denn rechtlich gesehen sin single opt-in, confirmed opt-in und auch double opt-in gleichwertig, das Problem liegt nur beim Thema Beweislast. Sollte sich jemand über ungewollte eMail Werbung beschweren, dann liegt die Beweislast immer beim Versender. Diese ist eigentlich im Moment nur mit Double opt-in gegeben!!!
Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 14:21
Hallo,
Sehr interessanter und hilfreicher Beitrag. Vor allem der Abschnitt über Text-Newsletter oder HTML-Versionen.
Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 14:25
E-Mail-Marketing gezielt und effektiv nutzen…
Tamara Heck, Mitarbeiterin der Euroweb Internet GmbH informiert über das Marketinginstrument Newsletter und gibt Tipps zur effektiven und g… …
Datum/Uhrzeit: 07/08/09 um 18:54
“Der Inhalt des Newsletters ist das Wichtigste. Nur wenn dieser stimmt,”
Du sagst es!
Datum/Uhrzeit: 08/08/09 um 16:09
Hallo! Ich finde den Artikel sehr gut und natürlich kenne ich auch die passende Literatur von Dr. Schwartz
Aber wie Seba schon sagt…… Content ist King – wie beim SEO!
Datum/Uhrzeit: 08/08/09 um 23:24
Nur wenn es die anspricht kann man auch Resultate erzielen die sich lohnen… wirklich gut das Tema mal behandelt zu haben… man kann nur wieder was lernen !
Datum/Uhrzeit: 09/08/09 um 10:14
Hallo,
netter Artikel. Allerdings scheint sich ein Tippfehler eingeschlichen zu haben:
“…Mail mit einem Grafikbanner in der Größe 500 x 500 Pixel am Besten…”
Ich denke hier wird wohl 500 x 50 oder so gemeint sein.
500×500 ist ja dann etwas viel für ein Banner!
Gruß Malte
Datum/Uhrzeit: 10/08/09 um 10:40
Alles wichtige im Artikel beschrieben. Klasse Beitrag.
Grüße Ivo
Datum/Uhrzeit: 10/08/09 um 11:53
@ Werner: Denke aber daran, daß du Emails nur dann verschicken darfst, wenn es sich um Bestandkunden handelt oder der Empfänger vorher expliziet zugestimmt hat
Datum/Uhrzeit: 10/08/09 um 14:53
Hallo,
vielen Dank für die netten Feedbacks.
@Malte: mir scheint das 500 x 500 Pixel Banner auch etwas zu groß. Aber nach der Newsmarketing-Studie ist das wohl am Effektivsten gewesen: http://www.newsmarketing.ch/Studie2009_Kurzversion.pdf
Grüße, Tamara
Datum/Uhrzeit: 10/08/09 um 16:57
Hallo,
klasse Artikel, wir investieren sehr viel Zeit in das E-Mail Marketing und haben die Erfahrung gemacht, dass es wirklich auf einen interessanten Inhalt ankommt. Nur Werbung zieht meistens nicht sonderlich gut, wenn die Werbung aber geschickt in einer lesenswerten Information eingebunden ist, dann stimmen auch die Klickraten.
Datum/Uhrzeit: 12/08/09 um 09:33
Ein paar kurze Anmerkungen aus der Praxis:
1) Plaintext vs html. Ich würde grundsätzlich immer Multipart versenden, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen spart man sich beim Signup ein weiteres Eingabefeld (=Barriere), zum anderen entscheidet der Mailclient, welches Format am besten funktioniert. Wenn die E-Mail Marketing Software es dann zuläßt, einem Kunden auf Wunsch Plain oder html auszuliefern, kann man das dem Kunden ja später im Kundenbereicht zur Wahl stellen, welches Format er bevorzugt. Allerdings muß man sich dann im Klaren sein, daß dann redaktionelle und werbliche Aussendungen in dem gewählten Format bereitgestellt werden müssen.
2) Bester Versandzeitpunkt. Viel zu pauschal, sorry. Es hängt total von der Zielgruppe ab, wann ich am besten versende. B2B funktioniert z.B. (so gut wie) nur unter der Woche, weil die Menschen nunmal den E-Mail Newsletter auf die Job-Adresse erhalten. Und auch da muß man noch differenzieren, wenn beispielsweise bestimmte Berufsgruppen feste Abläufe haben (z.B. Rechtsanwälte, Ärzte, etc.). Bei Endkunden hingegen kommt es drauf an, welche Altersklasse man bedient, sprich demographische Fakten müssen hier genauestens analysiert werden. Dazu gibt es aber auch genug Studien, anhand derer man sich durch testen-testen-testen an den optimalen Zeitpunkt ranarbeiten kann.
3) Betreffzeile. Streng genommen soll bei werblichen Inhalten die kommerzielle Absicht erkennbar sein. Daß das nicht immer geht und vor allem nicht sinnvoll ist (“Achtung, Werbung!”), muß man nicht diskutieren. Aber verschleiern sollte man auf keinen Fall, das ruft die Abmahner allzu gern auf den Plan.
4) Einsatz von Sperrlisten. Hast Du gar nichts zu geschrieben. Genauso wichtig wie das Einsammeln von Permissions ist m.E.n. auch das Einhalten von Werbesperren. Sonst ist ein Vertriebsweg ganz schnell dicht.
5) Bereinigen. Nichtreagierer aus dem Versand werfen tut weh, weil man die ja schließlich mühsam eingesammelt hat, aber die wahre Kür ist es, einen Stamm aufzubauen, der durch regelmäßige Bereinigung das Prädikat “aktiv” verdient. Wird viel zu wenig drüber geredet und drauf geachtet. Darum Reaktion messen, Kriterium für “aktiv” festlegen und ggf. mit Incentives abfragen, ob noch Interesse besteht. Inaktive Adressen kann man dann immer mal wieder gezielt mit Werbung beschießen.
Datum/Uhrzeit: 02/09/09 um 07:48
[...] this page was mentioned by pfaendr (@pfaendr), Orange Marketing (@orangemarketing), ABSOLIT (@absolit), Oliver Behrla (@oliverbehrla), Robert Weymann (@pixelgangster) and others. [...]
Datum/Uhrzeit: 11/09/09 um 12:19
[...] deinen Bestandskunden aus? Hier schlummert viel Potential, welches besonders zu Weihnachten mittels E-Mail-Marketing aktiviert werden muß! Reaktivieren deine Bestandskunden, indem du diese gezielt mit einer E-Mail [...]
Datum/Uhrzeit: 03/12/09 um 11:49
[...] Verbraucherdemographien abdeckt. Jeder Aspekt einer Kampagne, von Werbebannern bis hin zu E-Mail-Marketing, muss sorgfältig im Hinblick auf die Zielgruppe geplant werden. Was auf dich als Absatzexperten [...]
Datum/Uhrzeit: 22/08/10 um 09:18
E-Mail Marketing ist beispielsweise ein grandioser Weg, mit seinen Kunden und Interessenten in Kontakt zu bleiben und gleichzeitig auch die Möglichkeit, mehr Umsatz zu erzielen. Es gibt Geschäftsinhabern auch die Möglichkeit, solides Vertrauen zu ihren Kunden und Interessenten aufzubauen.
Ich sage meinen Kunden immer: Gehen wir mal davon aus, das ein Neukunde bzw. Interessent im durchschnitt 7 – 9 Kontakte zu Ihnen brauch, bevor er bei Ihnen Vertrauen aufgebaut hat oder überhaupt bei Ihnen Produkte kauft. Das können Sie keinesfalls mit einem einmaligen Angebot erreichen!
Das heißt im Klartext: Es benötigt mehrere Kanäle, um Kunden oder Interessenten an Angebote oder Produkte aufmerksam zu machen. In diesem Fall ist E-Mail Marketing eines der kostengünstigsten Methoden dieser Neuzeit.
Mit besten Grüßen!
Patrick Engel