Ihr wollt wissen, wie Ihr Eure Website für Google Discover optimieren könnt? In diesem Ratgeber findet Ihr sechs Tipps, die Ihr bei der Content-Erstellung berücksichtigen müsst, um im „Google Feed“ zu erscheinen. Google Discover ist der „Google Feed“, der auf Android-Geräten oder auch in der Google-App angezeigt wird. Google Discover ist im Prinzip eine Aneinanderreihung von News-Artikeln, die anhand der eigenen Interessen ausgespielt werden. Ähnlich wie bei Facebook oder LinkedIn werden jedem Nutzer unterschiedliche Artikel angezeigt.

Wie optimiert man für Google Discover?

Es gibt viele Kriterien, die bei der Aufnahme in Google Discover eine Rolle spielen. Je mehr Kriterien die eigene Website erfüllt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man im Google Feed erscheint. Google hält sich allerdings selbst vor, welche Webseiten tatsächlich auftauchen. Das bedeutet: selbst wenn alle Kriterien technisch und inhaltlich erfüllt sind, kann es passieren, dass man bei Google Discover nicht dargestellt wird. Der Algorithmus arbeitet mit vielen Filtern, die das Indexieren verhindern können.

Warum macht es Sinn, dass meine Website bei Google Discover erscheint?

Google Discover ist im Prinzip auf jedem Android-Smartphone automatisch integriert. Die Plattform hat daher aktuell eine extrem hohe Reichweite. Webseiten, die im Feed erscheinen, können sehr viel Traffic generieren. Große Zeitungsverlage arbeiten im Moment sehr stark daran, ihre Newsartikel technisch so zu optimieren, dass sie auch in Google Discover erscheinen.

Tipp 1: Veröffentlicht interessante Themen für Eure Nutzer

Google Discover wurde von Google entwickelt, um den Nutzern genau die Themen zu zeigen, die für sie interessant sind. Wenn sich ein Nutzer für die Themen Sport, Ernährung & Gesundheit interessiert, dann macht es für ihn wenig Sinn, wenn ihm beispielsweise ein Artikel zu den „Modetrends 2020“ angezeigt wird.
Google kann mittlerweile ziemlich gut abschätzen, was seine Nutzer interessiert. Für die Optimierung bedeutet das, dass Ihr Artikel schreiben müsst, die Euren Lesern aktuell am Herzen liegen. In den Google Suggestions erhaltet Ihr zum Beispiel Vorschläge, welche Themen bei Google häufig gesucht werden.

Sucht man bei Google nach „Sport Ernährungstipps“ erhält man folgende Suggestions:

Hieraus ergeben sich einige Themen, die man im Redaktionsplan aufnehmen könnte. Zum Beispiel:

– Wie sieht ein Speiseplan aus, um schnell abzunehmen?
– 10 gute Rezepte für Sportler
– Welche Ernährung spielt beim Muskelaufbau eine Rolle?
– Etc.

Tipp 2: Achtet auf den Pressecharakter Eurer Artikel

Im Feed von Google Discover sieht man überwiegend Artikel, die wie Presseberichte aus einer Tageszeitung wirken. Google verfolgt hierbei das Ziel, dass die Artikel im Discover erscheinen, die dem Nutzer gute und richtige Informationen liefern. Presseartikel sind meist gründlich recherchiert und eher neutral verfasst.
Daher raten wir Euch, Artikel zu schreiben, die nicht zu werblich wirken. Ihr solltet darauf achten, Artikel in Form von Ratgebern zu verfassen. Es geht nicht darum, Euer Produkt oder Eure Dienstleistung zu vermarkten, sondern Euren Lesern die besten Informationen zum jeweiligen Thema auszuliefern. Artikel, die sachlich und informativ geschrieben sind, haben auf Google Discover bessere Chancen.

Wichtig ist hierbei auch: Verwendet auf Eurer Website, Eurem Blog oder Eurem Online-Magazin ausschließlich originale Inhalte. Kopierte Texte oder übersetze Artikel aus fremdsprachigen Artikeln haben bei Google langfristig immer schlechte Karten. Daher gilt bei der Optimierung für Google Discover: Schreibt eigene Texte! 😊

Tipp 3: Schreibt so viel wie möglich

Wer nur einmal im Monat die Zeit findet, einen Artikel für seine Website zu schreiben, für den kommt Google Discover aktuell nicht in Frage. Nach aktuellen Statistiken werden vor allem Webseiten im Feed dargestellt, die regelmäßig und viel publizieren. Eine genaue Anzahl, wie viele Artikel man veröffentlichen muss, gibt es nicht. Es sollten aber mindestens ein bis zwei Artikel pro Woche sein – wenn möglich mehr.
Ihr solltet zusätzlich darauf achten, über viele verschieden Aspekte zu Eurem Topic zu schreiben. Wenn Ihr beispielsweise einen Italien-Blog betreibt, dann könnt Ihr über verschiedene Themen berichten. Themenbeispiele sind:

– Urlaub mit Kindern in Italien
– 10 typisch italienische Gerichte
– Die schönsten Strände in Italien
– Der perfekte Roadtrip durch Süditalien

Um die richtigen Themen zu finden, solltet Ihr Euch die Zeit nehmen, einen Redaktionsplan zu erstellen. Gute Themen findet Ihr, wenn Ihr vorab eine gezielte Keyword-Recherche durchführt.

Tipp 4: Zeigt, wer den Artikel geschrieben hat

Google (und Eure Leser) möchten wissen, wer hinter einem geschriebenen Text steht. Die Vertrauenswürdigkeit einer Quelle wird immer wichtiger und spielt auch im „normalen“ SEO eine größere Rolle. Daher: Nennt bei jedem veröffentlichten Artikel den Autoren des Artikels. Idealerweise schreibt Ihr auch dazu, warum Euer Autor in seinem Bereich viel Erfahrung und Expertise besitzt. Das wertet nicht nur Eure Artikel auf, sondern verbessert auch Eure ganze Website.

Tipp 5: Achtet auf die Struktur Eurer Artikel

In den Richtlinien der „Google News“ wird beschrieben, dass der Aufbau eines Artikels für die Aufnahme in Google Discover eine Rolle spielen kann. Empfohlen wird folgende Struktur:

1: Überschrift
2: Bild
3: Datum
4: Text

Bei Google Discover sieht man, dass sich nicht alle Artikel an diesen Aufbau halten. Nichtsdestotrotz kann die eingehaltene Struktur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Feed aufzutauchen.

Tipp 6: Vermeidet viel Werbung

Jeder kennt es: Webseiten, die große Werbebanner besitzen, werden häufig als störend empfunden. Auch wenn Google mit seinem eigenen AdSense-Programm bei der Thematik ganz vorne mit dabei ist, empfiehlt der Suchmaschinen-Riese wenn es um Google Discover geht, eher vorsichtig mit Werbebannern umzugehen.
Die Werbebanner sollten idealerweise nicht den Haupt-Content – wie Überschrift und erster Textabsatz – Eurer Artikel unkenntlich machen.
Zudem solltet Ihr bei der Einspielung von Werbung darauf achten, dass die Seitenladegeschwindigkeit der Seite nicht beeinträchtigt wird. Webseiten, die langsam laden, werden weniger bei Google Discover ausgespielt.

Kurzes Fazit:

Google Discover ist eine tolle Möglichkeit, zusätzlichen Website-Traffic zu generieren. Wenn Ihr Euch bereits mit dem Thema „Blogging“ auseinandergesetzt habt und Ihr die nötigen Ressourcen (vor allem Zeit) aufbringen könnt, dann macht es Sinn, sich mit Google Discover näher zu beschäftigen. Selbst wenn Ihr es am Ende nicht in den Google Feed schafft, werdet Ihr auf Eurer Webseite viel mehr Traffic verzeichnen können. Warum? Ganz klar: Eure Texte, die Ihr gut recherchiert habt und nutzerorientiert verfasst habt, werden auch in den „normalen“ Suchergebnissen von Google landen und so von Eurer Zielgruppe gefunden.

Ein paar Zusatztipp für Euch:

Wenn Ihr es mit Eurer Website in Google Discover geschafft habt, dann könnt Ihr die Performance Eurer Seite in der Google Search Console messen. Hier erhaltet Ihr einen genauen Überblick, welche Artikel für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Ihr sehr, wie viele Impressionen und wie viele Klicks pro Seite über welchen Zeitraum erzielt wurden. Durch die Messwerte erhaltet Ihr zudem eine gute Auskunft darüber, welche Themen bei Euren Lesern besonders beliebt sind. Diese Informationen solltet Ihr nutzen und im nächsten Redaktionsplan verarbeiten.

Über den Autor: Jan Krösche von https://www.madmen-onlinemarketing.de