Es ist mal wieder soweit…It’s Showtime! Google hat mal wieder seine Pagerank-Triebwerke gestartet und sorgt seit heute wieder für etwas Nervenkitzel in der SEO-Szene. Das letzte Pagerank-Update fand Anfang Mai 2012 statt. Schaut man sich die Abstände der letzten Pagerank-Updates an, dann scheint Google inzwischen wieder zum alten 3-Monates-Rhythmus zurückgefunden zu haben. Vom Ableben, welches vor gut einem Jahre in der Blogosphäre propagiert wurde, scheint der Pagerank doch noch etwas entfernt zu sein. Offensichtlich scheint sich Google immer doch nicht so richtig vom Pagerank trennen zu können und auch im Bereich Suchmaschinenoptimierung ist ein Pagerank Update besonders im Sommerloch eine schöne Abwechslung.

Ein hoher Pagerank-Wert ist eine feine Sache, ohne Frage. Da schwillt bei so manchem SEO-Rookie nicht nur das Ego 🙂 Trotzdem: Wer behauptet, er hätte nicht gerne einen dofollow-Link von Websites wie z.B. nasa.gov mit einem PR9, obwohl sie höchstwahrscheinlich null Themenrelevanz hat, der beschummelt sich selbst. Fast zwanghaft geht der erste Blick doch irgendwie zunächst auf die Pagerank-Anzeige, obwohl längst bekannt ist, dass der Pagerank keine wesentliche Bedeutung mehr hat. Er ist lediglich ein ganz grober Anhaltspunkt bezüglich der eingehende Links einer Website. Mit „Rankings“ selbst – auch wenn der Name es vermuten lässt – hat der Pagerank nichts zutun und wer schon einmal einen Link von einer Website mit einem hohen, jedoch gespiegelten Pagerank angedreht bekommen hat, der weiß dass auch dieser erst verifiziert werden muss.

SEO ist also deutlich mehr als sich nur den Pagerank anschauen! Suchmaschinenoptimierung besteht vermutlich aus mehr als 500 einzelnen Faktoren. Immer wieder kommen neue Faktoren wie Google+, Local Search, etc. hinzu und die Gewichtung innerhalb des gesamten Ranking-Algorithmus variiert regelmäßig. Deshalb sollte man sich in Sachen SEO nicht nur auf den angezeigten Pagerank-Wert einer Website verlassen. Es ist nämlich alles andere als ungewöhnlich, dass Websites mit einem niedrigen Pagerank-Wert vor einer Website mit einem hohen Pagerank-Wert in den Suchergebnisse gelistet werden. Insgesamt kann man den Pagerank also letztlich nur als einen ganz groben Indikator für den ersten Eindruck einer Website nutzen. Zusätzlich sollte man unbedingt noch zahlreiche weitere Faktoren wie die Linkstruktur, die Sichtbarkeit (z.B. mit professionellen SEO-Tools wie SEOlytics, Sistrix, Xovi oder Searchmetrics), die aktuellen Keywordrankings, etc. bei der Betrachtung und Bewertung in den Fokus rücken.

Abschließend kann man sagen: Der Pagerank ist immer noch für Fun im SEO-Alltag. Möchte man darauf verzichten? Ja und doch irgendwie nicht. Aber wer weiß – vielleicht war dieses Pagerank-Update ja nun wirklich, tatsächlich und endgültig das letzte Update… was meint ihr? 😉