Influencer TippsWenn ihr jemals daran interessiert wart, euer Unternehmen in sozialen Netzwerken zu vermarkten, habt ihr sicher von Influencern (zu Deutsch: Meinungsmacher oder Beeinflusser) gehört. Indem sie eure Produkte oder Profile in ihren attraktiven Beitragen erwähnen, schießen das Engagement und die Verkaufszahlen hoch. Viele glauben, Influencer haben einen Traumjob. Sie posten den ganzen Tag auf Instagram, kassieren ganz kräftig ab und erhalten dazu Sachen von Marken kostenlos. Daher gibt es auf dem Markt einen Haufen gefälschter Influencer mit stark nachgefragten Followern und Netzen gefälschter potenzieller Kunden. In ihren Blogs sind keine richtigen Menschen, die auf Werbung reagieren werden.

Aber wie kann man das vermeiden? Welche Tools können einen Teil der Last von unseren Schultern nehmen? Ich habe hier die wichtigsten und die hilfreichen Ideen und Tools gesammelt, auf die ich achte und die ich benutze, wenn ich mich Influencer-Marketing beschäftige.

Influencersuche

Um einflussreichsten Influencer aufspüren zu können, gibt es verschiedene Tools, z. B. Combin. Bei der Suche nach Influencern, die zum Produkt oder zur Marke passen, können auf Combin verschiedene Filter: Hashtags, Likes- und Kommentareanzahl, Zielort u.a.m. ausgewählt werden. Gefälschte Influencer können dabei verborgen werden.

Stabiles und echtes Wachstum der Follower

Die Anzahl der Follower ist nicht alles, was jedes Influencerkonto haben soll. 6K engagierte Follower sind viel wertvoller als 600K-Bots. Die Wachstumsrate der Anhänger eines Influencers hilft dabei, die Authentizität des Publikums anzuzeigen.

Wachstumsverfolgungsdienste, wie z. B. Socialblade, können zeigen, wie viele neue Konten dem Influencer jeden Tag und Monat folgen. Manchmal erkenne ich sporadische und signifikante Gewinne von Anhängern über einen Tag hinweg. Ich stelle dann sicher fest, dass das an diesem Tag gewonnene Publikum gekauft wurde und nicht beeinflusst werden kann.

Hochwertiges Zielpublikum

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, Kommentare durchzulesen. Das simple Vergleichen der Followeranzahl und das Berechnen der Bindungsrate können einen Influencer mit inaktivem oder gefälschtem Publikum ausschließen. Diverse echte Kommentare, die Likesanzahl, die der Publikumsgröße passt und ER wenigstens 3 % (je größer, desto besser) sind gute Zeichen dafür, dass ihr es mit einem echten Influencer zu tun habt.

Man kann das natürlich manuell bearbeiten. Aber es gibt verschiedene Instrumente, z. B. Hyperauditor für die Publikumsanalyse, um die durchschnittliche ER, die Interessen des Publikums, das Alter, den Standort und andere Daten zu erhalten. Einen sehr bequemen Überblick über Profile bei der Suche kann man mithilfe Combin bekommen.

Sichtbarkeit auf den anderen Plattformen

Wir können den Influencernamen googeln und eine Vorstellung bekommen, wie er aktiv und beliebt außerhalb von Instagram ist. Finden kann man auch Rezensionen und Beispiele früherer Markenpartnerschaften. Influencer sollten nicht unbedingt so groß auf Twitter und YouTube wie auf Instagram sein, aber es ist selbstverständlich, wenn man engagiertes Publikum auf jeder großen Plattform hat.

Konsistenz des Anzeigeninhalts

Echte Influencer halten auf ihren Ruf. Es ist ja selbstverständlich, dass sie selektiv Produkte und Dienstleistungen auswählen, die ihrem Publikum interessant wären.

Man kann durch den Influencer-Feed blättern und Beiträge finden, die mit #Werbung#ad #sponsored #und #sp gekennzeichnet sind. Auf diese Weise seht ihr, welche Art von Marken und Produkten sie bewerben. Prüft, ob der Influencer tagged wurde, um zu sehen, welche Marken ihn veröffentlichen und genehmigen.

Statistiken zu teilen

Bitte den Influencer, die Ergebnisse früherer Markenkooperationen anzuzeigen. Wie viele Follower hat die Marke während der Werbekampagne gewonnen? Wie oft wurde der Rabattcode verwendet? Wie viel Werbeverkehr wurde erzielt? Mit all diesen Daten können wir richtig abschätzen, wie viel Engagement und Einkommen wir kassieren können. Echte Influencer sind transparent über ihren Wert und stellten zur Verfügung Daten, mit denen sie belegen können, was sie behaupten.

Kontaktaufname

Nachdem ihr einen falschen Influencer erkannt und einen richtigen gefunden habt, kommt nun der wichtigste und schwierigste Part des Influencer Marketings: die Kontaktaufnahme. Influencer sind besondere Menschen, ihnen geht es vor allem um Anerkennung, einen guten Ruf und Reputation.

Man soll bei der Kommunikation einiges beherzigen.

1. Es versteht sich von selbst, dass ihr euer Interesse zum Inhalt und zur Ausdrucksweise durch Liken, Kommentieren vor der Kontaktaufnahme zeigen könnt. Falls die Kommunikation per E-Mail erfolgt, kann man z.B. erwähnen, dass ihr euch für Influencers Newsletter angemeldet habt. Und ich mache das wirklich, denn dort kann man gute Tipps und Ideen sammeln.

2. Man muss ehrlich, unmittelbar und persönlich bleiben. Eine passende Ansprache, eine präzise Anfrageformulierung und direkt erkennbare Absichten schaffen Vertrauen. Es lohnt sich überhaupt nicht, Influencer mit falschen Versprechungen anzulocken. Denn Lügen haben kurze Beine und damit werdet ihr höchstwahrscheinlich scheitern.

3. Geduld bringt Rosen. Vielleicht auch keine. Da Influencer-Marketing sehr zeitaufwendig ist, können Influencer Nachrichten nicht sofort beantworten. Es ist wichtig, sie nicht unter Druck zu setzen, sondern sie sollten selbst entscheiden können, ob sie mit euch etwas unternehmen.

4. Falls sie antworten, solltet ihr ehrlich, präzise und zeitnah euer Feedback geben.

5. Influencer sind in der Regel sehr kompetent, bittet um einen ehrlichen Ratschlag, sie schätzen es. Ihr könnt von ihren Ideen und Vorschlägen enorm profitieren. Vorgaben für euer Produkt kann man besprechen, wenn sich diese umsetzen lassen.

6. Es ist sehr wichtig, Balance zwischen konkreten Bitten und einer möglichen Kooperation zu halten. Konkrete Bitten sparen kostbare Zeit. Aber man sollte nicht nur mit konkreten Bitten an die Influencer heranzutreten. Kooperation, die für beide Seiten von Vorteil ist, sorgt für eine Win-Win-Situation.

7. Influencer haben höchstwahrscheinlich hart gearbeitet, um eine gewisse Anerkennung und bestimmte Reichweite geschaffen zu können. Respekt und Wertschätzung sind auf jeden Fall erforderlich.

Wenn ihr diesen Ratschlägen folgt, kann es oft auch zu Absagen kommen. In diesem Fall solltet ihr das akzeptieren und nach anderen Influencern Ausschau halten. Ihr könntet auch versuchen, auf dem eigenen Instagram-Account die Reichweite zu steigern. Mit Tools wie Combin geht das organisch, sicher und ziemlich schnell.

Das Fazit

Überprüfung von mir genannten Möglichkeiten garantiert keine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Influencer. Es leistet aber eine enorme Hilfe, ob es sich lohnt, mit einem oder anderen Influencer etwas zu unternehmen. Vorsorgliche Recherche spart wertvolle Ressourcen für die effiziente Werbung.

Es ist viel besser, Qualität über Quantität zu stellen. Ein anständiger Influencer mit kleiner, aber feiner Anhängerschaft kann zu mehr Reichweite und mehr Erfolg verhelfen, als ein Blogger mit einem riesigen Publikum, das gekauft wurde.

Mit modernen Tools, die einen Teil der Last von unseren Schultern nehmen, ist es nicht so kompliziert, Influencer ausfindig zu machen. Große Schwierigkeiten kann die Kontaktaufnahme mit ihm bereiten, denn dafür braucht man Feingefühl und ganz besondere Vorgehensweise.