Video-MarketingJe nach Art und Bereich wird dem Zuschauer beim Video-Marketing ein spezieller Mehrwert geboten. Dieser kann beispielsweise durch die Vorstellung eines neuen Produktes oder die Erläuterung eines gewissen Prozesses erreicht werden. Die Information eines solchen Videos steht im Vordergrund. Dadurch wird mit gezieltem Video-Content ein allgemeines Interesse an der Marke, am Unternehmen oder an den Produkten erzeugt. Neben der informativen Eigenschaft sollte auch auf den Qualitätsgehalt geachtet werden. Die qualitative Eigenschaft eines solchen Videos hängt von vielen Faktoren ab, auf welche im Folgenden eingegangen wird. Worauf ihr beim Video-Marketing achten solltet, erfahrt ihr hier!

7 Tipps für hochwertige Videos

  • Thematik: Sei dir schon im Vorhinein im Klaren über was du Sprechen willst. Dafür benötigst du nicht notwendigerweise ein Skript. Wichtig ist, dass du klar und deutlich sprichst. Probiere dabei nicht gekünstelt zu wirken.
  • Aufnahmequalität: Heutzutage sollte mindestens in Full-HD aufgenommen werden. Minderwertige Aufnahmen verringern das Nutzenpotential des Zusehers und es besteht das Risiko, dass das Video beendet wird.
  • Beleuchtung: Je nachdem ob du vor einem Greenscreen in einem Studio oder im Freiem aufnimmst. Der Lichteinfall und die Helligkeit spielen eine große Rolle. Das Bild sollte nicht überbelichtet sein. Der Lichteinfall soll (bei künstlicher Beleuchtung) so natürlich wie möglich wirken.
  • Tonqualität: Je nach Art des Videomarketings, ist die Tonqualität von unterschiedlicher Wichtigkeit. Bei Greenscreen- und Spokespersonvideos (auf die weiter unten noch eingegangen wird) spielt die Tonqualität eine sehr wichtige Rolle, da es meist um Unternehmenspräsentationen geht. Bei Live-Videos, die einfach eine aktuelle Situation veranschaulichen sollen, ist die Tonqualität ein (manchmal) untergeordneter Faktor.
  • Intro: Je nach Art muss ein Video ein passendes Intro aufweisen. Videos, die mit Unternehmen in Verbindung gebracht werden, brauchen ein authentisches Intro, das mit dem Unternehmen in Verbindung gesetzt wird – ähnlich wie bei einem Logo. Auch Privatpersonen, die einfach ihren YouTube Kanal mit dem nötigen „Etwas“ ausstatten wollen, ist ein Intro ans Herz zu legen. Wenn du selbst nicht in der Lage bist ein Intro zu erstellen, gibt es einschlägige Internetplattformen, die dir die Arbeit abnehmen. Als Alternative kannst du auch einen Webdesigner engagieren, der sich um die Erstellung kümmert.
  • Videodesign: Achte darauf, dass dein Video nicht zu viel unnötiges Blendendesign und andere Grafikeinblendungen enthält. Entscheide dich für eine Blende, die du für deine Videos verwendest. Auch diese kannst du online erwerben (manche gibt es auch kostenlos).
  • Videoschnitt: An der richtige Stelle zu schneiden ist oft eine Kunst. Mach nach wichtigen Absätzen einen Schnitt um dem Zuseher zu vermitteln, dass nun ein neuer Absatz folgt. Hier erkennt man ganz klar den Vorteil von Live-Videos. Allerdings muss bei solchen auf die richtige Wortwahl geachtet werden, da es keine Ausbesserungsmöglichkeit gibt. Wer keine Kohle ausgeben kann oder will, der kann auch auf eine große Auswahl von kostenlosen Videoschnittprogrammen zurückgreifen.

7 Arten – relevante Unterschiede im Videomarketing

Produktvideos: Dem Kunden fällt es um einiges leichter eine Entscheidung zu treffen, wenn ihm das Produkt vor laufender Kamera vorgestellt wird. Die Kulisse spielt dabei keine entscheidende Rolle. Das Produkt steht dabei im Vordergrund. Diese Kategorie unterteilt sich in sogenannte „Unboxing-Videos“ und „Usability-Videos“. Bei ersterem werden die Produkte ausgepackt, wobei auf jedes kleine Detail eingegangen werden kann. Bei den Usability-Videos wird die Benutzerfreundlichkeit eines Produktes getestet.

Reviewvideos: Bei den Reviewvideos geht es nicht nur um Handlichkeit von Produkten, sondern auch um Erfahrungen und Berichte mit Unternehmen und Produkten. Diese Reviewvideos lassen sich ideal auf Unternehmenswebsites einbauen, um dem Besucher der Internetpräsenz ein positives Bild zu verschaffen.

Spokesperson-Videos: Spokesperson-Videos verwenden derzeit eher größere Unternehmen. Sie zeigen einen Sprecher, der ein Unternehmen oder ein Projekt vorstellt und erklärt. Diese Art von Videos wird immer beliebter für unterschiedliche Unternehmensgrößen, da Verbraucher Videos anstatt von Texten bevorzugen.

Greenscreen-Videos: Sie stellen das Rohmaterial für Erklärungs- oder Spokespersonvideos dar. Nach erfolgreicher Videoaufnahme können sie auf verschiedene Arten bearbeitet werden. Als Hintergrund kann ein beliebiges Bild oder typischerweise eine weiße Fläche dienen.

Introduction-Videos: Diese Art von Videos beschreibt ein Video, das eine Einführung in einen bestimmten Bereich geben soll. Auf YouTube Kanälen findet man sie meist als erstes Video, wenn man einen Kanal besucht. Sie geben einen Überblick, wer man ist und was man macht.

Live-Videos: Man kann Live-Videos auf unterschiedliche Weise für sich nutzen. Stell deine Geschäftsräumlichkeiten vor, dein Team oder dich selbst. Probiere nicht gekünstelt zu wirken und deinen Alltag so gut wie möglich zu präsentieren.

360-Grad-Videos: 360-Grad-Videos sind wie Live-Videos eine relativ junge Art Videos aufzunehmen. Die Kameras sind oft sehr teuer. Ob sich eine Anschaffung rentiert, hängt von der Nutzung ab. Im Geschäftsbetrieb kann sie sich bei häufiger Benützung als ausgesprochen hilfreich erweisen; man kann beispielsweise ein Video seiner Geschäftsräumlichkeiten oder einfach seinen Weg zur Arbeit in einem 360-Grad-Video präsentieren. Wenn man ein Unternehmen führt, dass auf Videos spezialisiert ist, rentiert sich die Anschaffung erst recht, da die Anschaffung als Betriebsausgabe steuerlich abgesetzt werden kann (wenn man sie für den Geschäftsbetrieb benützt).

Welche Art von Videomarketing ist für mich am sinnvollsten?

Je nachdem ob du ein Unternehmen führst oder private Videos teilen möchtest, können unterschiedliche Arten auf dich zutreffen. Bei Unternehmen spielt die Unternehmensgröße einerseits und der Geschäftszweig andererseits eine entscheidende Rolle. Für Hotellerie und Gastronomie braucht es nicht zwingend ein Introduction-Video, da klar ist, was in diesen Branchen angeboten wird. Hier können dafür Review-Videos und Live-Videos von großem Vorteil sein, da sie einerseits die Sicht des Kunden und andererseits unverfälschte Einblicke garantieren.

Für stark kommerzielle Unternehmen, jene aus der Technik-Branche, Steuerberater etc… empfehlen sich auf jeden Fall Spokesperson-Videos. Auf der Startseite eingebettet stellen diese Videos schnell einen persönlichen Bezug zum Unternehmen her, der dich von der Konkurrenz abhebt. Das Unternehmen mit eigenen Worten gut erklärt, kann den Unterschied zwischen einem und keinem Auftrag machen.

SEO und Videomarketing

Google tendiert dazu, neuen Tendenzen eine Chance zu geben, sich am Markt zu etablieren; wie beispielsweise mit neuen Endungen (zB .berlin, .tirol, .media etc.). Videos stellen jedoch vermehrt einen wichtigen Bereich der Online-Welt dar. Schon allein der Grund, dass YouTube zu Google gehört, verbessert die Chancen bei deinem Suchmaschinenranking, wenn du ein Youtube-Video auf deiner Website einbindest. Besitzt du einen Youtube-Kanal mit immer größer werdendem Traffic, ständig neuen Videos und eine Verbindung zu deiner Website, kannst du dir sicher sein, dass Google das mitbekommt. Demnach sind u.a. folgende Punkte für die Suchmaschinenoptimierung wichtig:

  • Wähle den richtigen Titel für dein Video – bestenfalls eine Verbindung zu deinem/r Namen/Marke.
  • Nutze die Videobeschreibung – füge alles Wissenswerte zum Video hinzu. Verwende gegebenenfalls notwendige Links zu deiner Website/Onlineshop (nicht vergessen auf Werbung hinzuweisen)
  • Bette Videos auf deiner Website ein – das können Blogs und normale Seiten sein, bei manchen Branchen bietet sich schon die Startseite als bestes Umfeld für ein Video.
  • Nicht übertreiben – verwende hier und dort ein Video. Deine Website mit Videos zu überfluten kann einen negativen Effekt erzielen: deine Website ist schließlich nicht dein Youtube-Kanal.

Was kann ich falsch machen?

Achte vor allem darauf, dass du die 7 Tipps beherzigst. Bei SEO-Fragen kann man grundsätzlich immer was falsch machen, also solltest du dich langsam an die Materie herantasten oder im Zweifel einfach eine SEO-Agentur beauftragen. Finde heraus, welche Art zu dir und/oder deinem Unternehmen passt, hol dir ein paar Meinungen ein, und lass Worten Taten folgen – Viel Erfolg.