Wie ich gerade in einem Bericht (englisch) auf der Website von Reuters gelesen habe, hat Yahoo spontan angekündigt die Speicherung von Nutzerdaten auf 3 Monate zu reduzieren. Bisher liegt die Speicherungsdauer je nach Suchmaschine noch bei bis zu 18 Monaten. Die Europäische Gemeinschaft hat erstmals im April diesen Jahres den Vorschlag zu einer deutlich kürzeren Speicherung von Nutzerdaten aufgebracht. Microsoft hatte vor einigen Tagen die Option eingeräumt Benutzerdaten nur noch 6 Monate zu speichern – allerdings nur, wenn die beiden Mitbewerber Google und Yahoo mitziehen würden! Zusagen gabs es zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Nun hat Yahoo den ersten Schritt gemacht und wird damit zu den ersten Suchmaschinen gehören, die die Forderungen der europäischen Datenschützer einer maximalen Speicherdauer von 6 Monaten sogar noch „übererfüllt“. Natürlich will Yahoo die Nutzerdaten nicht komplett löschen, aber zumindest die besonders von Datenschützer kritisch betrachteten IP-Adressen sollen bereits nach 3 Monaten anonymisiert werden. Also ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu Google und MSN/Live. Finde ich gut!

Bereits Anfang August berichtete ich über eine mögliche Änderung des Namens Microsofts Suchmaschine Live Search. Nachdem die bereits einige Monate andauernden Verhandlungen zur Übernahme von Microsoft der wohl weltweit zweitgrößten Suchmaschine Yahoo immer noch nicht in trockene Tücher gebracht werden konnten und Microsoft in den letzten Tagen und Wochen eine alternative Strategie zum Kauf – nämlich durch das Abwerben der fähigsten Köpfe – von Yahoo verfolgt hat, scheint nun auch die Geschichte einer Umbenennung deutliche Gestalt anzunehmen, wie aus einer Recherche in der öffentlichen Datenbank TESS (Trademark Electronic Search System) des „US Patent & Trademark Office“ hervorgeht. Dort wird die Wortmarke „Kumo“ mit dem Inhaber Microsoft Inc. unter anderem für die Klassen „Computer Software und Hardware, inkl. Computer Suchmaschinen Software und Services“ sowie „Werbe-Dienstleistungen, einschließlich der Verbreitung von Werbung für andere über das Internet“ aufgeführt – klingt irgendwie nach einer Adwords/Adsense-Alternative, oder? Alles lesen »

Das die Reputation im Internet für jeden Nutzer zusuchnehmend wichtiger wird, kann vermutlich jeder selbst nachvollziehen. „Ottonormalverbraucher“ hat hier in der Regel das Zepter selbst in der Hand, wo und wie über ihn im Internet berichtet wird, sofern er mit der nötigen Vorsicht und ggf. nicht unter seinem bürgerlichen Namen in Foren, Blogs oder sonstigen Netzwerken agiert. Manche Nutzer greifen auf der Suche nach eigenen Reputationen auf klassische Suchmaschinen wie z.B. Google, Yahoo oder MSN/Live zurück. Zusätzlich gibt es noch die sogenannten Personensuchmaschinen wie Yasni, 123People oder Spock, die Daten externer Plattformen wie Google, Yahoo, Xing, Facebook, Amazon, etc. nutzen und in Zusammenhang bringen (leider nicht immer zugunsten der Betroffenen). So oder so – Suchmaschinen können sich hinsichtlich von Reputationen negativ auswirken. Alles lesen »

Die Suchmaschine Ask.com in neuem Look? Ja, und nicht nur das – Ask hat seiner Suche neben einer neuen Optik auch gleich eine neue Funktion mit dem Namen „AnswerFarm“ spendiert. Im Vergleich zu anderen Suchmaschinen nimmt die Ask-Suche sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten bzw. Anfragen entgegen, und liefern statt den üblichen Suchergebnissen in Form von Titeln, Beschreibungen und URL gleich passende Antworten eine Frage! Ein Beispiel: Gehen wir mal davon aus, daß ihr ein neues Haustier (Schlange) gekauft habt und nun wissen wollt wie oft wird sich dieses Reptil wohl häutet. In englisch würde die Fragestellung dann lauten „How often do snakes shed their skin?“. Alles lesen »

Es gibt sie tatsächlich noch… Regionen, in denen Google (noch) nicht die Nummer 1 unter den genutzen Suchmaschinen ist. Während man hier in Deutschland ohne weiteres belegen kann, daß Google mit ca. 90% Marktanteil die Nummer 1 unter den Suchmaschinen ist und sich die übrigen Kandidaten wie Yahoo, MSN/Live, Ask, usw. sich mit den restlichen 10% begnügen müssen, so sieht die Situation besonders in Asien anders aus. In Japan lag Yahoo bei einem Gesamtvolumen von ca. 5,9 Milliarden Suchanfragen im Monat September mit rund 51% Marktanteil (entspricht ca. 3,0 Milliarden Suchanfragen) vor seinem schärfsten Konkurrenten Google mit knapp 39% Marktanteil (entspricht ca. 2,3 Milliarden Suchanfragen). Die übrigen 10% Marktanteil bzw. 0,6 Milliarden Suchanfragen verteilen sich über die Anbieter Rakuten mit 2% Marktanteil, MSN/Live mit 1,5% Marktanteil, NTT mit 1,4% Marktanteil und zahlreiche weitere kleine Anbieter. Woran liegt es Yahoo nun, daß Yahoo in Japan doch recht deutlich vor Google liegt? Meine Vermutung liegt darin, daß Yahoo in Japan über eine wesentliche Zusatzfunktion verfügt: Yahoo Actions! Hiermit kann Yahoo also deutlich vor Google & Co punkten, zumal eBay in Japan bereits 2002 sein Agenbot wegen der Yahoo-Übermacht komplett eingestellt hatte. Als Vergleich: Ähnlich sieht es ja auch in Polen und der Schweiz aus – dort liegt auch heute noch die Auktionsplattform Ricardo vor eBay! Könnte Yahoo mit so einem zusätzlichen Angebot und interessanten Features ggf. auch in Deutschland Boden gutmachen – oder haltet ihr eBay inzwischen ebenfalls für so eine unumstößliche Institution wie die Suchmaschine Google?

Wie ich gerade in einem Bericht auf der Website der Süddeutschen Zeitung gelesen habe, hat sich Microsoft einen wichtigen Experter und führenden Manager für die Internetsuche aus dem Hause Yahoo an Bord geholt. Dabei handelt es sich um Sean Suchter, seines Zeichens Hauptverantwortlicher in der Entwicklungsabteilung bei Yahoo. Microsoft hat ihm auch gleich die richtige Position zugewiesen: So wird Sean Suchter ab Dezember als Geschäftsführer im Suchmaschinen-Zentrum von Microsoft in Silicon Valley tätig sein, wo er die Suchmaschine MSN/Live von Microsoft auf Vordermann bringen und weiter konkurrenzfähig machen soll. Eine interessante Entwicklung wie ich finde, schließlich hatte Steve Baller von Microsoft vor einigen Tagen bekanntgegeben, daß man inzwischen nicht mehr an der Übernahme der Suchmaschine Yahoo interessiert wäre. Microsofts neuer Plan scheint nun in Richtung Headhunting zu gehen, bei dem man Yahoo nicht komplett übernimmt, sondern sich einfach die fähigsten Köpfe aus dem Yahoo-Team herauszupicken. Irgendwie clever!

Wie ich gerade auf der Website des Wall Street Journals und Yahoo News gelesen habe, ist es nun soweit: Der Mitbegründer und CEO Jerry Yang räumt seinen Chefsessel bei der Suchmaschine Yahoo und führt die Geschäfte noch solange weiter, bis ein Nachfolger für den Posten gefunden wurde. Die Diskussion um einen Rücktritt von Yang scheint schon mehrere Wochen innerhalb von Yahoo geführt worden zu sein. Als ein möglicher Hintergrund für den Rücktritt werden auch die gescheiterten Verhandlungen mit Microsoft und dessen ursprüngliche Offerte von 31 US-Dollar pro Aktie genannt. Inzwischen werden die Yahoo-Aktien mit einem Preis von etwas über 10 US-Dollar pro Aktie an der Börse gehandelt, was besonders den Großaktionären wie z.B. Carl Icahn sauer aufstößt und zu kräftigen Diskussionen auf der letzten Aktionärsversammlung zwischen Jerry Yang und Carl Icahn geführt hat. Alles lesen »

Nun ist es also soweit: Microsoft erweitert sein Internetportal bzw. seine Suchmaschine MSN/Live um das kostenlose Filmportal „MSN Movies“, welches unter der URL erreichbar ist und rund 100 deutschsprachige Filme wie Blade, The Patriot, American History X und sogar Komödienklassiker von Louis de Funès bietet! Neben Kinofilmen kommen auch schon Serienfreunde mit z.B. Highlander und Les Miserables auf ihre Kosten. Die Filme können völlig legal, ohne Registrierung und teilweise sogar im Vollbild-Modus angeschaut werden. Einige der Filme sind zwar schon einige Jahr alt, aber Microsoft hat bereits für nächstes Jahr eine deutlich Erweiterung seiner „MSN Movie“-Plattform angekündigt. Einziges Manko: Die Filme werden in regelmäßigen Abständen (alle 10 Minuten) durch eine kurze Werbeeinblendung unterbrochen – dafür ist der Dienst kostenlos. Microsoft verspricht sich mit diesem Dienst neben Werbeeinnahmen vermutlich auch einen äußerst wichtigen Synergieeffekt: Wer schon auf der MSN-Seite ist und sich die Filme anschaut, der könnte auch auf die Idee kommen und die MSN-Suche (Suchbox oberhalb des Films) zu nutzen! Lassen wir als mal überraschen, die sich MSN Movies in den nächsten Wochen/Monaten entwickeln wird.

Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus dem Hause Microsoft zum beliebten Thema „Suchmaschine“: Nachdem der Google/Yahoo-Werbedeal nun wohl endgültig geplatzt ist und der Redmonder Softwareriese Microsoft auch nicht mehr sonderlich an der Übernahme von Yahoo interessiert zu sein scheint (was ich allerdings nicht glaube!), hat man sich kurzerhand einen neuen Suchmaschinen-Kooperationspartner gekrallt, wie Reuters berichtet – nämlich niemand geringeren als Sun Microsystems! So hat Sun sich nun bereit erklärt, die MSN-Toolbar zusammen mit seiner Java Engine als optionalen Download anzubieten. Läd man als Nutzer des Internet Explorers nun etwas auf der Website von Sun herunter, erhält man ein zusätzliches Eingabefeld für die Suchmaschine Live Search! Nach Angaben von Sun wird die Java Engine auf rund 91% aller internettauglichen PCs verwendet, was rund 800 Millionen Installationen weltweit entspricht. Die Anzahl der Downloads pro Monat beträgt mehrere 10 Millionen pro Monat – eine durchaus interessant Reichweite also! Die Frage ist nur: Ändert man durch ein zusätzliches Eingabefeld sein Nutzerverhalten? Möglicherweise ein gewisser Prozentsatz – aber vielleicht genügt Microsoft dies ja.

Wie das Marktforschungsunternehmen comScore berichtet, ist und bleibt der Suchmaschinenmarkt weiter in Bewegung. Während Yahoo seinen Marktanteil von 19,6% auf 20,2% ausbauen konnte, mußten zwei andere etablierte Suchmaschinen Rückgänge verbuchen: Während der Rückgang bei Google nur knapp 0,1% (von 63,0% auf 62,9%) betrug, mußte man bei Microsofts Live Search einen höheren Rückgang hinnehmen. So ist der Markeanteil hier von 8,9% auf 8,5% gesunken – und das trotz enormer Investition durch Microsoft. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Microsoft an dieser Stelle noch einen Marktanteil von 10,3% zu seinen Gunsten verbuchen! Auch wenn Yahoo mit 0,6% deutlich zulegen konnte, so liegt man – wie Microsoft – dennoch deutlich hinter dem Marktanteil vom Vorjahr mit immerhin 23,7%. Google kann da trotz einem kleinen Rückgang etwas entspannter an die Situation herangehen, immerhin konnte man seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr mit 57,0% auf 62,9% um fast 6% ausbauen. Ich bin wirklich mal gespannt, wie sich der Suchmaschinenmarkt im nächsten Jahr weiter entwickeln wird. Meine Prognose: Nach dem scheinbar entgültig geplatzen Google/Yahoo-Deal wird Microsoft Yahoo nochmals ein Angebot zur Übernahme vorlegen. Natürlich deutlich unter dem ursprünglich gebotenen Preis! Auf Druck der Aktionäre erfolgt die Übernahme und Microsoft kann seinen Marktanteil auf knapp 30% (Live & Yahoo global kumuliert) ausbauen.

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